BEP und BEP-Handreichungen

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Buch: BEP und BEP-Handreichungen
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Datum: Samstag, 10. Dezember 2022, 06:29


Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen

Hessen hat das Thema „Frühe Bildung“ schon sehr früh aufgenommen und sich den Herausforderungen gestellt, die die gesamtgesellschaftlichen Veränderungen mit sich bringen. Hierzu hat Hessen in den vergangenen Jahren mit dem Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren in Hessen (BEP) die notwendigen Voraussetzungen geschaffen.







- eine kurze Einführung



Im Rahmen der langjährigen Arbeit mit dem Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 – 10 Jahren in Hessen (BEP) sind mittlerweile sehr gute und praktische Reflexionsinstrumente entstanden, die sich zur Überprüfung und Selbstreflexion der eigenen pädagogischen Arbeit eignen. Sie alle gehören zur Familie der BEP-Lupen.


Diese Reflexionsinstrumente können dazu anregen, im BEP beschriebene pädagogische Schlüsselprozesse und Schwerpunkte im Team oder im Tandem zu reflektieren –sozusagen unter die Lupe zu nehmen- um so gemeinsam herauszufinden, wie viel BEP schon in ihrer Arbeit steckt. Eine BEP-Lupe ist niemals fertig oder vollständig, sondern sollte immer wieder kritisch geprüft, aktualisiert und weiterentwickelt werden. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass aktuelle Befunde und neue Erkenntnisse sowie weitere Perspektiven und aktuelle Themen eingearbeitet werden. Ganz im Sinne des BEP sind auch bei der Konzeption neuer Lupen die ko-konstruktive Zusammen-arbeit und das Mitwirken verschiedener Menschen und Professionen sehr gewinnbringend.





Die QSV-BEP-Lupen



Im Rahmen der QSV Handreichung (2014) wurden erstmals „BEP-Lupen“ unter der Leitung von Anna Spindler konzipiert und publiziert, sodass die Veröffentlichung der Handreichung auch gleichzeitig als die Geburtsstunde der BEP-Lupen gilt. Die „Mutter“ aller BEP-Lupen umfasst grundlegende im BEP verankerte Prinzipien und Bildungsziele, die das ko-konstruktive Bildungsverständnis und die Orientierung an den Kompetenzen der Kinder herausstellen.






Die IFP-BEP-Lupen



Aufgrund der positiven Resonanz wurde das Instrument der BEP-Lupen 2016 und 2017 vom IFP wieder aufgegriffen, um aktuelle Fragestellungen zu Inklusion - insbesondere Kinder und Familien mit Fluchthintergrund - und Medienbildung auf der Basis des BEP unter die Lupe zu nehmen – die IFP-BEP-Lupen wurden geboren. Bei der Erstellung flossen so die Grundsätze und Prinzipien des BEP mit den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammen. Ziel ist es, die BEP-Lupen zu den beiden Themenbereichen stetig in Zusammenarbeit mit Expert*innen dem neuen wissenschaftlichen Stand anzupassen und weiterzuentwickeln.











Die BEP-Fortbildungs-Lupen



Die jüngsten Familienmitglieder sind die BEP-Fortbildungs-Lupen. Die Multiplikator*innen erfahren in den Modulfortbildungen, welche - zum Teil auch spezifischen - Fragestellungen die Praxis bewegen. Die Multiplikator*innen nutzen daher ihren reichen Erfahrungsschatz, um BEP-Fortbildungs-Lupen aus der Praxis für die Praxis zu erschaffen. Die BEP-Fortbildungs-Lupen öffnen so das Feld, weitere wichtige Aspekte vertieft in den Blick zu nehmen, um die Bedarfe der Praxis flexibel in den Fortbildungen begleiten zu können. So sind im Jahr 2018 bereits einige BEP-Fortbildungs-Lupen zu vielfältigen Themen entstanden. Auch diese Lupen werden kontinuierlich weiterentwickelt und um weitere Themen und Aspekte erweitert.




Die eigenen Praxis-Lupen der Teilnehmenden



Die Praxis-Lupen bieten eine weitere Möglichkeit, einen ganz individuellen Bezug zum BEP herzustellen. Die Teilnehmenden können mit der Vorlage der Praxis-Lupen ihre eigenen Themen aufgreifen und sich ihrer individuellen Fragestellungen annehmen. Über diese aktive und intensive Auseinandersetzung mit dem BEP begeben sich die Teilnehmenden auf ihren persönlichen Weg der Umsetzung des BEP. Wie dieses Instrument in den Fortbildungen eingesetzt werden kann, können Sie auf Seite 8 in der Broschüre nachlesen.




Hier steht die Vorlage für Sie zum Download in zwei verschiedenen Formaten bereit:


In diesem Kapitel finden Sie Handreichungen zum Bildungs- und Erziehunsplan.


Handreichungen sind thematische Ergänzungen zu bestimmten Themen des Bildungs- und Erziehungsplans.


In Hessen sind folgende Handreichungen veröffentlicht worden:





Kinder in den ersten drei Lebensjahren: Was können sie, was brauchen sie?


Eine Handreichung zum Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0-10 Jahren


Die Handreichung ist ergänzend zum Bildungs- und Erziehungsplan von 0 bis 10 Jahren in Hessen zu verstehen. Dementsprechend orientiert sie sich an Struktur und Architektur des Plans (siehe 1.1 Grafiken zum BEP). Der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan bezieht sich auf die breite Alterspanne der ersten 10 Lebensjahre, hat also stets auch die unter Dreijährigen im Blick. Von Seiten der Praxis wurde vermehrt der Wunsch geäußert, eine Spezifizierung des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans für die Altersgruppe von 0 bis 3 Jahren vorzunehmen und zu verdeutlichen, welches Potenzial der Plan für diese Kinder bieten kann:

  • Wie sind die Grundsätze und Prinzipien des Plans bei der Bildung der Jüngsten zu verstehen?

  • Welche Kompetenzen sind es, die vor allem in den ersten Lebensjahren von besonderer Bedeutung sind und wie lassen sich diese im Sinne der Philosophie des Plans stärken?

Die Handreichung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Relevanz des Hessischen Bildungs- und Erziehungs plans für die unter Dreijährigen zu verdeutlichen und alle „Ko-Konstrukteure“ frühkindlicher Bildung zu einer gemeinsamen Bildungsphilosophie von Anfang an einzuladen.






Qualifizierte Schulvorbereitung (QSV) Erfolgreiche Bildungspraxis in Kindertageseinrichtungen

Eine Handreichung zum Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren


Diese Handreichung entstand im Rahmen des Modellprojektes Qualifizierte Schulvorbereitung (QSV). Ausschlaggebend war der Wunsch der Praxis, möglichst konkrete und praxisrelevante Hinweise zur Umsetzung des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 bis 10 Jahren in der pädagogischen Arbeit von Kindertageseinrichtungen zu bekommen.

Die Handreichung verfolgt das Ziel, die wichtigsten Erfahrungen aus dem Modellprojekt QSV für alle hessischen Kindertageseinrichtungen aufzubereiten und durchgängig mit dem BEP, den theoretischen Hintergründen und der Arbeit in der Praxis zu verknüpfen. Die QSV dient dazu, alle Kinder von vier bis sechs Jahren in der Kindertageseinrichtung aufmerksam in den Blick zu nehmen, sie ganzheitlich zu stärken und den Übergang in die Schule positiv zu begleiten. Dabei spielt die Partnerschaft mit Eltern und Schule eine wichtige Rolle.





Handreichung „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung“

Die zweite Auflage dieser Handreichung ist aus der mehr als zweijährigen Arbeit der drei hessenweit tätigen Beratungs- und Servicestellen für pädagogische Fachkräfte für Kinder mit Fluchthintergrund (BSKF) hervorgegangen. Diese BSKF waren ein gemeinsames Projekt der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration zusammen mit dem DRK Darmstadt, der Universitätsstadt Marburg und dem Dachverband freier Kindertageseinrichtungen (DAKITS) in Kassel.

 Die einzelnen Kapitel der Handreichung sollen dazu beitragen, den pädagogischen Fachkräften Kindertagespflegepersonen, Fachberatungen und Trägern Orientierung bei den unterschiedlichen Fragestellungen zu geben, ob rechtlich, pädagogisch oder gesundheitlich.