Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP)

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Kurs: BEP-Connect - für alle Akteure im BEP-Netzwerk
Buch: Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP)
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Datum: Dienstag, 28. September 2021, 16:12

Beschreibung

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu der Kooperation des Hessischen Sozialministeriums, des Hessischen Kultusministeriums und des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP)

1. Aktuelle Projekte

Implementierung des Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen

Kooperationsprojekt mit Hessen

Der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) wurde im Jahre 2004 vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München (IFP) unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Dr. Fthenakis und unter Begleitung einer Fachkommission entwickelt. Ausgehend von den positiven Erfahrungen mit der Konzeption und der Implementierung des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans kam ein intensives Kooperationsprojekt zwischen Bayern, vertreten durch das IFP München und dem Land Hessen, vertreten durch das Hessische Kultusministerium und das Hessische Sozialministerium, zustande. Im Anschluss an die Erprobungsphase (2005 – 2007), an der sich insgesamt 120 Standorte, meist bestehend aus mehreren Einrichtungen, Schulen sowie weiteren Bildungsorten, beteiligten. Die ausführliche Beschreibung der Erprobungsphase finden Sie in einem Ergebnisbericht.

In Anschluss an die Erprobung erfolgte eine flächendeckende Implementierung des Plans (2008 – 2014). Die erste Phase der Implementierung des BEP, zehn Jahre nach seiner Entwicklung, gilt seit 2014 als abgeschlossen. Die ausführliche Beschreibung der Implementierung sowie die Evaluationsergebnisse aller Qualifizierungsmaßnahmen können im Projektbericht nachgelesen werden.

Inzwischen ist der BEP die Grundlage aller pädagogischen Maßnahmen in Hessen. 2015 wurde das IFP mit dem Auftrag betraut, die bestehenden Fortbildungsangebote zum BEP neu zu konzipieren und dabei die die Fortbildungsangebote im Hinblick auf deren inhaltliche und methodische Qualität weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt der Neukonzeption stand, die bisherigen eintägigen Fortbildungsangebote im Sinne der Prozessbegleitung und des Praxistransfers neu auszurichten, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aufzunehmen und neue inhaltliche Schwerpunkte zu setzen. So wurden wissenschaftlich aktuelle und methodisch fundierte Qualifizierungsbausteine konzipiert und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auf diese Weise ko-konstruktiv zertifiziert und weiterqualifiziert.

Im März 2016 startete nun die Evaluation der neu konzipierten BEP- Modulfortbildungen, die zum einen die Qualitätssicherung der Modulfortbildungen und zum anderen die Prozessbegleitung bei der Umsetzung des BEP zum Ziel hat.


1.1. Evaluation und Qualitätssicherung der Modulfortbildungen im Rahmen der Implementierung des Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen


Der 2004 vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München (IFP) unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Dr. Fthenakis und unter Begleitung einer Fachkommission entwickelte Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0-10 Jahren in Hessen (BEP) wurde im Dezember 2007 veröffentlicht und die Implementierung in der Praxis mit einer Reihe von Maßnahmen unterstützt. Als wichtigste Maßnahme der Implementierung wurden Fortbildungsveranstaltungen zu den Inhalten und der Umsetzung des Bildungsplans konzipiert, um die Verknüpfung von Zielen und Inhalten des BEP mit fachlichen Impulsen zu garantieren. 


Neben der Qualifizierung der BEP-Multiplikatorinnen und BEP-Multiplikatoren wurden vom IFP, in Zusammenarbeit mit der Steuerungsgruppe (bestehend aus Vertreter*innen des HMSI und HKM) und anderen Expertinnen/Experten und Akteuren im BEP-Netzwerk, bis heute eine Vielzahl weiterer Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung entwickelt, um die nachhaltige Implementierung des BEP zu gewährleisten.


Die kontinuierliche Qualitätssicherung der Fortbildungen durch enge Begleitung der BEP-Multiplikatorinnen und BEP-Multiplikatoren durch das IFP, sowie eine enge Vernetzung der BEP-Multiplikatorinnen und BEP-Multiplikatoren untereinander trugen wesentlich zur Qualitätsentwicklung unter der Philosophie des BEP in hessischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen bei.


Alle Maßnahmen im Zusammenhang mit der Implementierung des BEP haben zum Ziel, der Praxis die bestmöglichen Angebote bereitzustellen, um individuell, bedarfsgenau und prozessbegleitend die Praxis darin zu unterstützen, den BEP vor Ort zu implementieren und um den Kindern bestmögliche Bildungschancen zu ermöglichen. Um die Fach- und Lehrkräfte vor Ort auch weiterhin durch die bereits etablierten prozessbegleitenden BEP-Modulfortbildungen bei der Implementierung des BEP vor Ort zu unterstützen, wurden bis 01.04.2020 fast 200 neue Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für diese Tätigkeit qualifiziert.

1.2. Evaluation und Qualitätssicherung der Kurse für BEP- und Schwerpunkt-Kita-Fachberatungen in Hessen





Im Zuge der Änderungen zum HKJGB zum Erhalt der BEP-Pauschalen, wurden neue Unterstützungsmaßen für die Praxis zur Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen notwendig.


Dabei werden die Fachkräfte vor Ort auch weiterhin durch die bereits etablierten prozessbegleitenden BEP-Modulfortbildungen bei der Implementierung des BEP vor Ort unterstützt. Die kontinuierliche Begleitung der Einrichtungen vor Ort bei der Etablierung des BEP übernehmen bisher und auch weiterhin die Fachberatungen.


Bis 2019 wurden diese im Rahmen eines 4-tägigen Kurses für diese Tätigkeit qualifiziert. Um den Kitas eine noch bedarfsgenauere und kontinuierliche Begleitung bei ihren jeweiligen Implementierungsprozessen zur Seite stellen zu können und auch die Themen der Schwerpunkt Kitas bei der Begleitung gezielt in den Blick zu nehmen, wurden von 2018 bis 2020 neun neue Qualifizierungskurse für BEP und Schwerpunkkita-Fachberatungen entwickelt. Die BEP-Fachberatung sowie die Fachberatung der Schwerpunkt-Kitas, bieten als Ergänzung zu den trägerspezifischen Verfahren zur Qualitätsentwicklung, methodische und inhaltliche Ergänzungen an.


Die BEP-Fachberatung und die Fachberatung der Schwerpunkt-Kitas nach dem HKJGB stellt ein zusätzliches und freiwilliges Angebot für Kitas dar, das alle Fachberatungen – unabhängig von ihrer Trägerschaft – nutzen und einsetzen können. Es ist ein flexibles Angebot, da die jeweilige Fachberatung den Beratungsprozess individuell auf die Situation und Bedürfnisse der Kita abstimmt. Trägerspezifische Besonderheiten und konzeptionelle Grundlagen (wie beispielsweise die besondere Werteorientierung in der Einrichtung eines kirchlichen Trägers oder die konzeptionelle Ausrichtung bei Schwerpunkt-Kitas) stellen die Grundlage für die Beratung dar.


Die BEP-Fachberatung zielt darauf ab, die Grundsätze des BEP nachhaltig zu verankern und die Leitung sowie das Team bei der Umsetzung des BEP zu unterstützen und zu begleiten. Von August 2018 bis Juli 2020 wurden 18 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Durchführung der Qualifizierungskurse für BEP- und Schwerpunkt-Kita-Fachberatungen qualifiziert und im Juli 2020 hierfür zertifiziert.



2. Das IFP Team

Ihre Ansprechpartner*innen im IFP:



Regine Paulsteiner
Dipl. Psychologin
Projektleitung



Zuständigkeiten:
  1. Evaluation und Qualitätssicherung der Landesfortbildungen zum Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan
  2. Qualifizierung von Fortbildner*innen für BEP- und Schwerpunkt-Kita-Fachberatungen
  3. Neu- und Weiterqualifizierung von BEP-Multiplikator*innen

Michelle Gesser
M.A. Pädagogik
Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin


Zuständigkeiten:
  1. Hauptverantwortlich für die Evaluationen der Landesfortbildungen zum Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan

Sebastian Jaquet
B.Sc. Medieninformatik
Studentische Hilfskraft


Zuständigkeiten:
  1. BEP-Connect
  2. Videotutorials für BEP-Connect
  3. Entwicklung und Umstellung einer neuen Software zur Fortbildungsverwaltung

Miriam Bischof
B.Sc. Gesundheitspsychologie
Studentische Hilfskraft




Zuständigkeiten:
  1. Evaluationen der Landesfortbildungen zum Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan

Klara Köster
M.A. Soziologie
Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin
Tel: 089 99825 1931
EMail: Klara.Koester@ifp.bayern.de
bep-fachberatung@ifp.bayern.de
BEP_Hessen@ifp.bayern.de

Zuständigkeiten:
  1. Evaluationen der Modulfortbildungen zum Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan
  2. Kurse für BEP- und Schwerpunkt-Kita-Fachberatungen

Miriam Leitherer
M.Sc. Learning Sciences
Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin


Zuständigkeiten:
  1. BEP-Connect
  2. Entwicklung neuer E-Learning Angebote
  3. Inhaltliche Weiterentwicklung der neuen BEP-Module

Stefanie Nestmeier
Erzieherin, B.A. Kindheitspädagogik
Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin


Zuständigkeiten:
  1. BEP-Connect
  2. Entwicklung neuer E-Learning Angebote
  3. Organisation und inhaltliche Ausarbeitung in der Qualifizierung für BEP- und SP-Kita-Fachberatungen

Beate Widl
M.A. Sprachtherapie
Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin




Zuständigkeiten:
  1. Hauptverantwortlich für die Entwicklung und Umstellung einer neuen Software zur Fortbildungsverwaltung

Ein Teamvorstellungsvideo finden registrierte Nutzerinnen und Nutzer hier.